Rückblick und Zusammenfassung der Reise

Südostasien 2018​​ - das Gauß auf großer Tour

Es ist nun schon einige Monate her, seit wir von der wahrscheinlich unvergesslichsten Reise unseres Lebens zurückkamen und traurig feststellen mussten, dass die Ankunft in Deutschland das Ende unseres Aufenthalts bedeutete.
Wir, 22 Schüler, die die 11. Klasse des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums besuchen, bekamen die Möglichkeit, in Begleitung mit zwei Lehrern, eine außergewöhnliche Südostasien-Tour zu durchleben.
Uns erwarteten Kuala Lumpur, Singapur, Koh Lipe und zum Abschluss Bangkok.
Vier verschiedene Reiseziele, doch mehr als tausend Eindrücke, die wir mit viel Begeisterung sammeln konnten.
Rückblickend erinnern wir uns an den Tag der Abreise: Pünktlich sammelten wir uns am 15.03.2018 um 5:45 Uhr vor der Harbighalle in Hockenheim und konnten es kaum erwarten, in den Reisebus einzusteigen und an den Flughafen nach Frankfurt zu fahren. Nach der Abgabe unserer Koffer und einer etwas längeren Wartezeit, saßen wir nun endlich im Flugzeug. Knapp 15 Stunden, die zwei Flüge und einen 2-stündigen Zwischenstopp beinhalteten, warteten auf uns, bis wir uns endlich mit sieben Stunden Zeitverschiebung in Kuala Lumpur befanden.
Schnell erkannten wir, wie unterschiedlich es hier im Gegensatz zu Deutschland war. Wir waren die pralle Sonne sowie die bedrückende Hitze in Malaysia nicht gewohnt, denn in Deutschland gab es zur selben Zeit Regen und Minusgrade. In Kuala Lumpur verbrachten wir zwei volle Tage und reisten am dritten Tag weiter. Diese zwei Tage füllten wir mit viel Programm: Der erste Tag bestand aus dem selbstständigen Besichtigen der Stadt, die von diversen Shopping-Centern und Restaurants überfüllt war. Danach besichtigten wir als Gruppe die „Petronas-Twin-Towers“ und warteten im Park auf den Sonnenuntergang. Die Skyline war sehr schön beleuchtet und es war ein tolles Gefühl, in der Mitte der Gebäude zu stehen. Am nächsten Tag schauten wir uns sehr viele Sehenswürdigkeiten in der Umgebung an, da wir eine umfangreiche Tour gebucht hatten. Die nationale Moschee in Kuala Lumpur, die Merdeka Square, der Thean Hou Tempel, der Istana Negara („Nationalpalast“), die Batu Caves und das Zinn-Museum waren alles Orte, an denen wir neue Kulturen, Religionen und Architekturen näher kennenlernten und schöne Einblicke sammeln konnten. Auch das gemeinsame Essen brachte uns der Lebensart der Einheimischen näher, denn wir aßen “Banana Leaf”, ein spezielles Gericht, bei dem Reis und Gemüse auf einem Blatt mit den Händen gegessen werden. Nach einem weiteren Tag voller Erfahrungen reisten wir am Sonntag, den 18. März, weiter nach Singapur und verbrachten dort die nächsten 4 Tage. Am ersten Tag erkundeten wir selbstständig Orte, wie den “Singapore River” oder einfache Restaurants und Läden in der Umgebung, doch schon am zweiten Tag startete unser Programm in der “Singapore Chinese Girls‘ School“, unserer Partnerschule. Von Montag bis Mittwoch verbrachten wir in Dreiergruppen von morgens bis mittags einen asiatischen Tag in der Schule. Dadurch, dass wir jederzeit von mindestens zwei oder drei netten Schülerinnen begleitet wurden, bekamen wir in dieser interessanten und lehrreichen Zeit sehr viele Einblicke in einen komplett anderen Schulalltag. Schuluniformen und morgendlichen Ansprachen waren beispielsweise die größten Veränderungen, die uns zu Deutschland auffielen. Insgesamt war der Schulbesuch sehr lohnenswert, da wir in diesen drei Tagen ebenfalls viele neue Leute kennenlernten, mit denen wir uns schnell anfreunden konnten und sogar Nummern austauschten, als wir uns mit traurigen Gesichtern am Mittwoch verabschieden mussten. Doch nicht nur die Schule lieferte uns an diesen Tagen zahlreiche Einblicke in den asiatischen Raum, denn nachmittags erwartete uns jeden Tag erneut viel Programm. Wir besichtigten den Merlion, das Wahrzeichen von Singapur, gefolgt von den bekanntesten Sehenswürdigkeiten, wie “Gardens By The Bay”, “Bay South Garden” oder “Marina Bay Sands”. Uns wurden Bilder geboten, die wahrscheinlich niemand von uns so schnell vergessen wird. Wir sahen atemberaubende Aussichten der Skyline Singapurs und auch einen wunderschönen Sonnenuntergang. Am Dienstagnachmittag begaben wir uns in kleineren Gruppen nach “Chinatown”, wo wir eine geplante Rallye mit insgesamt 12 Zielen durchführten. Abends gab es dann ein gemeinsames Abendessen, da wir von der SCGS großzügig eingeladen wurden. Am nächsten Tag liefen wir durch den “Fort Canning Park” weiter zur “Orchard Road”, einer zwei km langen Einkaufsstraße. Dort sahen wir so viele Einkaufszentren, wie wahrscheinlich noch nie zuvor. Als wir am Mittwochabend in den Hotels ankamen, mussten wir schon feststellen, dass auch die Zeit in Singapur vorbei war und wir am frühen Morgen unser nächstes Reiseziel anreisen würden: Koh Lipe. Für die Anreise der kleinen Insel auf Thailand nutzten wir einen Kurzstreckenflieger und die Fähre, bis wir nun endlich nachmittags in unseren Bungalows ankamen. Sechs Tage lang erkundigten wir die umliegenden thailändischen Inseln und genossen Sonne, Strand und Wärme. Auch gingen wir als Gruppe zum “Sunsetbeach” und betrachteten den Sonnenuntergang. Auf dem Programm standen mehrmals Punkte, wie Schnorcheln, Schwimmen oder Bootfahren. Wir bekamen unglaubliche Einblicke in die Unterwasserwelt und konnten viele Fische und Korallen am Meeresuntergrund entdecken. Auch an Land bewunderten wir beispielsweise viele Affen oder die kleine Stadt auf der Insel, in der man Restaurants, Straßenstände, Bekleidungsgeschäfte, Supermärkte und Souvenirläden entdecken konnte. Wir genossen die Zeit sehr, vor allem auch, da die Tage stressfreier waren als zuvor. Doch auch das letzte Reiseziel wartete darauf, von uns erkundigt zu… Unsere restlichen fünf Tage verbrachten wir in der Großstadt Bangkok, wobei der erste Tag (mittlerweile schon der 28. März) fast nur aus der Anreise bestand. Abends nutzten wir die Zeit, um die Umgebung zu erkunden, doch schon am nächsten Morgen ging das Programm los. “Flower Market”, der "Wat Pho"-Tempel und der “Grand Palace" bereicherten den Donnerstag. Wie immer schossen wir viele Bilder und versuchten so viel wie möglich zu sehen. Auf Freitag, den nächsten Tag, hatten viele von uns schon gewartet, denn wir besuchten das “Bangkok Christian College”, eine Schule, mit der wir erst kürzlich in Kontakt getreten waren. Zwar hatten die Schüler zu diesem Zeitpunkt Ferien, doch trotzdem wurde für uns ein Programm errichtet, um so viel wie möglich aus dem Schulleben des BCC mitzunehmen. Wir hatten beispielsweise die Chance einige Sätze auf Thailändisch zu lernen und es wurde uns gezeigt, wie wir unseren Namen auf Thailändisch schreiben. Auch konnten wir einen klassischen Thai Tanz und Thai Boxing erlernen. Nach diesen Aktivitäten haben wir uns wieder versammelt, um einen Rundgang durch die Schule und über das Schulgelände zu machen. Unter anderem wurde uns die Kirche, sowie das Museum der Schule gezeigt, was unglaublich interessant war. Am Ende des Rundgangs wurde uns noch die Möglichkeit geboten, von einer Terrasse aus über das einzigartige Bangkok zu schauen. Wir verabschiedeten uns dankend und schossen noch gemeinsam ein Foto. Danach fuhren wir weiter in ein großes Einkaufszentrum und hatten die Möglichkeit selbstständig dort einzukaufen. Doch am Samstag erwartete uns noch mehr Auswahl, denn wir hatten in kleineren Gruppen einen freien Tag, den fast jeder zum shoppen nutzte. Viele entschieden sich dazu, zum “Chatuchak-Markt” zu fahren, eine Entscheidung, die sich als sehr lohnenswert herausstellte. Auf diesem Markt konnte man alles kaufen, was man brauchte, doch er war so groß, dass es unmöglich gewesen wäre, alles zu sehen. Erschöpft gingen wir deshalb zurück in die Hotels und der Tag neigte sich dem Ende zu. Als wir dann am 1. April aufstanden, realisierten wir erst, dass dies der letzter Tag unserer Reise war und wir später nach Deutschland fliegen würden. Geplant für den letzten Tag war eine weitere Tempeltour, die wegen des Wetters nicht stattfand. Stattdessen gingen wir in das „Bangkok art and culture centre“ und sammelten Eindrücke der dort ausgestellten Kunst. In den Hotels machten wir uns dann schließlich frisch und konnten gegen 17:15 Uhr mit Kleinbussen an den Flughafen fahren. Ein letztes Mal spürten wir die Wärme in Asien, bis wir erneut in den Flieger stiegen und in das kalten Deutschland flogen. Nach zwei Flügen inklusive eines Zwischenhaltes wurde ein letztes Gruppenfoto in Frankfurt geknipst, während wir auf den Bus warten mussten. Um 9:30 Uhr wurden wir herzlich von unseren Eltern in Hockenheim empfangen und konnten mit zufriedenen, aber müden Gesichtern nach Hause gehen. Ein einzigartiges Erlebnis endete damit.
Insgesamt kann man nur oft genug betonen, wie schön und unvergesslich die Zeit in Südostasien war. Es ist kaum in Worte oder Bilder zu fassen, wie viel wir sehen konnten und wie atemberaubend das Abenteuer war. Auch zu erwähnen ist das Zusammenwachsen unser Gruppe und das Sammeln an Erfahrungen im asiatischen Raum, denn man bekommt schließlich nicht oft die Chance, im Rahmen der Schule, bei so einem Erlebnis dabei zu sein.

von Stefani Stipanovic

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